Bürgerforum ESA

Für die Raumfahrt interessiere ich mich schon sehr lange. Als Kind verschlang ich regelrecht die Bücher von Isaak Asimov, Jules Vernes und anderen. Zu DDR-Zeiten war die Reise-Welt sehr klein und mit den Büchern über Raumschiffe, Ausserirdische, fremde Welten usw. vergrößerte sich die Reise-Welt ins Unendliche.

Auf Twitter und Facebook folge ich der NASA und ESA und ich habe eine Liste für die Astronauten und Kosmonauten auf Twitter angelegt, so dass mir keine ihrer Tweets entgeht.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst twittert regelmäßig und ein Tweet las ich zweimal:

Wohin soll die Reise gehen? Diskutiert mit der über die Zukunft der Raumfahrt. 

Auch andere ESA-Astronauten twitterten es in ihren jeweiligen Landessprachen. Das klang interessant und nach kurzem Zögern beschloss ich mich zu bewerben. Auch wenn ich mir nicht wirklich Hoffnung machte dabei zu sein.

Jedoch 9 Tage vor der Veranstaltung bekam ich die E-Mail, dass ich dabei bin, bei der 1. Bürgerdebatte der ESA, am 10.09. im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt.

http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany

Berlin trennt von Darmstadt eine halbe Nacht, die man gerne auch mal im Bus verschläft. Der Bus hält genau in der Einflugschneise zum EOSC.

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Wenn man sich am Bahnhof einen Kaffee holt…

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reicht der genau bis…

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… und dann beginnt die Suche nach dem Mülleimer.

Man musste eine Weile anstehen. Die Ausweise und Taschen wurden kontrolliert, man bekam ein Namensschild und während die Security ihren Job machte, kam man mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch. Meine Kamera wurde zwar nicht eingezogen, wie jemand meinte, aber ich traute mich auch nicht herumzuknipsen. So dass es leider keine Fotos von den Gebäuden gibt.

Das Bürgerforum fand im Konferenzsaal statt. Den fand man, dem Kaffee-Duft folgend. Dazu gab es verschiedene Säfte, Tee und Gebäck. Frühstück war gerettet.

Im Saal waren runde Tische aufgestellt, wo jeweils ein Moderator saß. Man konnte sich einen Platz selber aussuchen. Was den Vorteil hatte, dass es eine zufällige Mischung am Tisch gab.

So wie wir, saßen zeitgleich rund 5000 Menschen in 22 Ländern zusammen, um über die ESA und deren Projekte zu diskutieren und Vorschläge zu machen.

Für Deutschland hatten sich ca. 500 beworben. 120 Teilnehmer wurden ausgewählt und durften sich in sechs Diskussionsrunden, Kaffee und Saft schlürfend zu allen Themen äußern. Diskutiert wurde nur innerhalb der Tischgruppen.

ESA-Generaldirektor Professor Dr. Johann-Dietrich Wörner war persönlich vor Ort. Er hatte das Ganze in die Wege geleitet, weil er wissen wollte, was die Menschen in Europa über die ESA denken und von ihr erwarten. Die Ergebnisse werden von ihm am 1. und 2. Dezember auf dem Ministertreffen in Luzern präsentiert.

Die Ergebnisse der Debatte werden immer noch ausgewertet.

http://www.citizensdebate.space/de_DE/results

Zwischendurch konnte man mit Herrn Wörner auch Selfies schießen. Was er nett lächelnd auch gerne mitmachte. Er setzte sich auch an den einen oder anderen Tisch und unterhielt sich mit den Teilnehmern. Mal von den ernsten und strengen Security-Leuten abgesehen, war es eine sehr schöne, einladende und ruhige Atmosphäre.

Kurz nach der Mittagspause gab es den Hinweis, dass die Security darum bittet, nicht im Gelände herumzulaufen, da ständig die Alarmanlage losgeht und sie dann immer ausschwärmen müssen, um die Teilnehmer wieder einzufangen.

Eine Skype-Schaltung nach Frankreich zeigte, dass tatsächlich zeitgleich in anderen Ländern debattiert wurde.

Das Highlight zum Schluss war der Besuch im großen Kontrollraum. Schon faszinierend, dass von dort alle Satelliten überwacht werden.

Wir hatten auch sehr interessierte Zuschauer im Raum.

Mein Bus fuhr erst mitten in der Nacht zurück nach Berlin. So nutzte ich die Zeit mir die Space-City etwas genauer anzusehen. Was bei 30° Grad im September auch gleich den Klimawandel ins Gespräch brachte.

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